Stress verringern auch mit Physiotherapie

VON STRESSIG ZU LÄSSIG

–Tipps zum Umgang mit Stress–

(Lesezeit: 6 Minuten)

Kennst du das auch?

Ein Haufen negativer Gefühle hat sich in deinen Kopf genistet, ein unwohles Druckgefühl in deinen Brustkorb. Du frisst die Gefühle in dich hinein wie ein Essen. Du stehst durchgehend unter Spannung. Du weißt nicht genau, was du dagegen tun kannst oder sollst. Solche Gefühle kennen wir alle, auch viele Patienten in der Physiotherapie Praxis in Rostock. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du damit in Zukunft besser umgehen kannst und einen Versuch wie du den Stress sofort verringern kannst.

Denn Stress ist auch in den Fokus einiger Forschungen gerückt. So führte die TK Stressstudien durch, in denen 64% der Befragten angaben, manchmal bis häufig gestresst zu sein. Auch die WHO zählt Stress zu einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts.

Damit du nicht zu den 64% zählst,

Erfährst du in diesem Artikel:

1. Wie Stress entsteht

2. Wie Physiotherapie helfen kann

3. Kleine, einfache Tipps bei ungesundem Stress

Was wirklich dahinter steckt

Die Sätze „Ich habe Stress“, „Keine Zeit“, „Es ist gerade stressig“ kennen wir alle. Auch, wie sich Stress anfühlt. Belastend. Sorgenreich. Auslaugend. Schwer.

Verantwortlich für den Stress können verschiedene Auslöser sein.

Arbeit. Mitarbeiter. Freunde und Familie. Aufgaben und Deadlines (dabei stirbt man bei denen selten).

Alle Auslöser haben gemeinsam, dass sie als bedrohlich wahrgenommen werden können. Manchmal auch als unlösbar. Die Angst besteht, sie nicht bewältigen zu können. Ihnen nicht gewachsen zu sein. Für den Körper ist dies ein Alarmsignal. Er möchte dich vor der Belastung schützen, bzw. dich darauf vorbereiten.

Dies ist durch die Evolution basierend auf der „Kampf-oder-Flucht Reaktion“.

Was dabei im Körper passiert

Das Gehirn reagiert auf solche stressigen Situationen mit verschiedenen Handlungen. Unter Anderem werden Hormone ausgeschüttet. Deren Aufgabe ist es u.a. die Atmung zu verstärken, den Herzschlag zu erhöhen und die Muskulatur zu aktivieren. Das Ziel ist es, den Körper optimal auf Anforderungen vorzubereiten, um jene bewältigen zu können. Dies führt auch zu den häufig mit Stress verbundenen Wahrnehmungen, wie bspw. dem Druck in der Brust.

Stress erlebt jeder anders.

Der eine kann schlechter schlafen. Der andere spürt Unruhe und Druck in der Brust. Wieder ein anderer bekommt Nackenschmerzen und wird schnell gereizt und hektisch, wenn sich dann noch der Tagesablauf ändert.

Demnach können die Symptome von Stress in 4 verschiedene Bereiche eingeteilt werden:

  • Emotionale Ebene
  • Muskuläre Ebene
  • Kognitive Ebene
  • Hormonelle Ebene

Die Punkte müssen aber nicht nur negativ gesehen werden. Sie sind eher als neutral anzusehen. Denn Stress hat auch seine positiven Seiten. Er kann anspornen und wir benötigen sogar eine gewisse Dosis an Stress, um optimale Leistungen zu erbringen, wie z.B. im Sport.

Allerdings ist es schwer, diese Dosis von Stress über lange Zeit zu erhalten. Schnell rutsch man in einen Dauerstress. Wahrscheinlich hast du beide Arten auch schon mal gespürt. Entsprechend ist der Grat zwischen dem „guten“ und „schlechten“ Stress sehr schmal.

Welche negativen Folgen Stress haben kann

Du jagst verzweifelt deiner Work-Life-Balance hinterher. Es ist nichts fair.
Du kommst gefühlt nicht voran, geschweige denn irgendwo wirklich an.
Du hast gar keine Balance, fühlst dich wie in Trance.
Unausgeglichen. Freizeit ist der Arbeit gewichen.
Deine Motivation ist ausgebrannt.
Antriebslosigkeit, Müdigkeit und permanente Überlastung sind dir äußerst bekannt.
Kopfschmerzen? Konzentrationsschwäche? Schlaflosigkeit? Weiteres Leid.
Hinzu kommt wenig Appetit, Heißhunger oder Verdauungsprobleme, die den Alltag zusätzlich erschweren.

Bleibt Stress dennoch dauerhaft bestehen, wird er weiter an deinem Körper zehren. Ernsthafte Erkrankungen wie Immunschwäche, Autoimmunerkrankungen oder Herz-Kreislauf Erkrankungen könnten resultieren. Depression und Burnout dich isolieren.

Wie Physiotherapie dir helfen kann

Statt das Gefühl in sich hineinzustecken und es vor anderen versuchen zu verstecken, oder schlimmer noch, an anderen rauszulassen, ist Bewegung das Mittel der Wahl.

Denn ein Krafttraining erfordert deine volle Konzentration. Da haben andere Gedanken keinen Platz. Da sind nur du, die Stange, die du hochdrücken sollst und der Therapeut. Es ist in dem Moment irrelevant, was noch ansteht, du sollst die schwere Stange wieder hochdrücken. Jetzt. Dein Körper wird deine volle Konzentration dazu brauchen. Und du baust damit aktiv deinen eigenen Stress ab.

Bewegung ist aber nicht nur für das Gefühl gut, sondern senkt gleichzeitig das Risiko für viele Erkrankungen. Durch die Aktivität werden nämlich die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt. Du trainierst also nicht nur deine Muskulatur, sondern auch deine inneren Organe.

Auf Dauer wird der Körper dadurch leistungsfähiger. Dies ist selbst im Training spürbar.

Du überwindest selbst gesteckte Grenzen oder stellst fest, dass sie doch noch weiter weg liegen, als du bisher dachtest. Du wächst über dich hinaus. Entwickelst dich weiter. Erfährst erste Erfolgserlebnisse und strebst nach mehr. Ein Ehrgeiz entwickelt sich, der zu mehr Selbstdisziplin und Selbstbewusstsein führt. Sport macht also nicht nur was mit deiner Muskulatur und deinen inneren Organen, sondern auch mit deiner Mentalität.

Er lehrt dich, dass Anstrengung und Durchhaltevermögen sich lohnen. Damit wird es dir leichter fallen, deinen inneren Schweinehund öfters zu überwinden. Erst im Rahmen der Therapie, mit Unterstützung des Therapierenden, der in schwierigen Momenten motivierend an deiner Seite steht. Dann in deinem Alltag in Eigenregie.

Somit ist Stressabbau wichtig. Der Umgang mit Stress aber auch, sodass der Stress dich nicht überwältigt. Vielmehr sollten die positiven Seiten von Stress genutzt werden. Dies kann zu Hochleistungen führen – funktioniert aber nur, wenn man weiß, mit Stress richtig umzugehen. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie?

Methoden

Höre zuerst in dich selbst hinein.

Worüber mache ich mir gerade Sorgen? Was bedrückt mich denn gerade?

Warum? Ist die Stressdosis gerechtfertigt?

Was genau kann mir helfen, vom Stressgefühl wegzukommen?

Sollte ich vielleicht Dinge direkt angehen, um danach ein Erfolgsgefühl verspüren zu können? Oder möchte ich mich lieber ablenken und der Belastung für eine gewisse Zeit aus dem Weg gehen?

Selbst simple Sachen können bereits helfen:

  • • Über die Probleme und seine Gefühle zu reden, kann helfen.
  • • Sich selbst mal etwas zu gönnen kann helfen.
  • • Sich überwinden und das Problem aus der Welt zu schaffen kann helfen.

Bleibt der Stress dennoch bestehen, gibt es zusammenfassend zwei Möglichkeiten, um mit Stress umzugehen:

1. Du kannst die Anforderung an sich verringern, was automatisch zu einer Senkung des Stress-Levels führt. Oft ist es so, dass wir immer mehr Aufgaben annehmen, obwohl unser Terminkalender schon längst voll ist – einfach, weil Nein sagen schwerfällt. Nach dem Motto: „Stress hat man nicht, Stress macht man sich“. In diesen Situationen kann die Anforderung leicht verringert werden, indem anfallende Aufgaben verschoben oder abgegeben werden. Allerdings ist dies im Alltag häufig gar nicht so wirklich umsetzbar.

2. Sollte somit dennoch Stress auftreten, kannst du diesen mit bestimmten Techniken kontrollieren. Deshalb gibt es Strategien zur Stressbewältigung. Und diese lassen sich leicht erlernen und in den Alltag integrieren. Eine lernst du gleich im Folgenden.

Denn Stress machen wir selbst. Entspannung aber auch.

Momentan liegt dein Fokus auf dem stressigen Ereignis, dabei kannst du deine Aufmerksamkeit auch umlenken. Probieren wir es gleich einmal aus:

Atme für vier Sekunden durch die Nase ein.

Lasse dann die Luft 7 Sekunden durch den Mund wieder raus.

Wiederhole diesen Atemrhythmus noch zehn Mal.

(ANLEITUNG ATEMÜBUNG RICHTIG ATMEN: ATEMÜBUNGEN FÜR MEHR RUHE UND ENTSPANNUNG (AOK.DE)

Du hast dich nun die letzten Momente nur auf die Atmung konzentriert. Alles andere wurde zur Seite geschoben. Und das alles mit einer einfachen Übung.

In intensiverer Form nennt man so etwas meditieren, auch wenn es den meisten zuerst nicht wirklich zusagt. Vielleicht muss man aber auch gar nicht immer sofort die Dinge kompliziert angehen. Vielleicht reichen zuerst kleine Schritte.

Dein erster war es, die Übung zu machen. Wenn du nun mehr Tipps lernen möchtest oder dir eine individuelle Anpassung der Techniken für größere Stresslinderung wünschst, dann mache doch den nächsten Schritt in unsere Praxis in Rostock und vereinbare einen Termin.

 

Dein Team der Physiotherapie Meyer

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